Wir trauern um Elvira Kohlmann

   Wir trauern um

       Elvira Kohlmann

20.08.1933 – 01.02.2024

Angefangen hat alles mit der „Kantine“, das Rudern kam später.

Bei einem Familientreffen 1968 fragte Helmut Höhme, Mitglied im Phönix, Elvi und Kurt ob sie Lust hätten, die Kantine im Phönix zu übernehmen. Taten sie gern, und die alten Phönizier erinnern sich an fröhliche Gelage.
Schon im August 1969 wurden Kurt und Rolf Mitglieder im Phönix und erlernten das Rudern, 1971 wollte auch Elvi „ganz dazu gehören“, denn sie hatte ihre Leidenschaft für das Rudern entdeckt. Sie wurde eine begeisterte, zuverlässige und kräftige Ruderin, die manchen skeptischen Mann, der „mit ins Frauenboot“ musste, mit gutem Schlag und kraftvollem Durchzug davon überzeugte, gerne mit ihr im Boot zu sitzen.
Sternfahrten, Wanderfahrten, Tagesfahrten, Barkenfahrten – da musste anderes schon sehr wichtig sein, dass sie nicht dabei war. Rudern wurde ihr Lebenselixier. Steuern war nicht so ihre Sache: eine Fähre in der Kieler Förde nahm sie nicht so wichtig… die sieht uns doch… und die Mannschaft erhöhte Schlagzahl und Kraft und wich Richtung Ufer aus, die Welle schwappte dann doch noch ins Boot. Fürs Steuern liebten wir Kurt, wenn er im Heck saß konnte man getrost die Augen schließen und das Rudern genießen. Ausnahmen gab es natürlich auch beim Rudern: in manchem heißen Sommer gab es Sonntags die Entscheidung: zum Rudern viel zu heiß, wir gehen zu Elvi in den Garten, dort gab es ein Schwimmbad.

1974 bis 1977 war Elvi Frauenwartin. Sie etablierte das monatliche Frauentreffen, „Häkelrunde“ genannt, weil anfangs alle Handarbeiten machten. Die Treffen gibt es heute noch, den „Frauenstammtisch“, wo geklönt und gemeinsam gegessen wird, was reihum gebacken und gekocht wurde. Dann kamen die „trockenen“ Frauen-fahrten dazu – einmal im Jahr eine Wochenendfahrt per Bus oder Bahn, nach Mauerfall am liebsten in die benachbarten Bundesländer, die sie nie ausließ.
Zu Elvis Amtszeit war die Frauenwartin auch noch für das Frauenrudern zuständig. Die jährliche Phönix-Frauenbarkenfahrt war für alle ein Spaß, das Boot groß genug, dass auch Nichtruderinnen mitkommen konnten. Und da gab es auch noch die Frauenwanderfahrten des DRV, zu denen sie uns animierte und sich regelmäßig anmeldete.
1985 bis 2014 war Elvi im Ältestenrat und stand bei Unstimmigkeiten den Mitgliedern mit Rat und Tat zur Verfügung.
Wenn wir auf dem Hohenzollernkanal Richtung Havel rudern unterqueren wir eine Fußgängerbrücke, die seit Kurzem Saatwinkler Steg heißt. Bei uns bleibt es die ELVIRA-Brücke, weil sie darüber per Fahrrad zum Verein angebraust kam.

Elvi hat einen festen Platz in der Vereinsgeschichte und im Herzen der

PHÖNIX- FAMILIE

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